
Dentosophie - Gesundheit beginnt im Mund
Warum Atmen, Schlucken und Kauen unsere Gesundheit beeinflussen
Wußten Sie, dass unsere Zunge
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strukturelle Verbindungen bis in die Zehen hat?
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der Anfang unserer Eingeweide ist und alle Organe mit ihr in Verbindung stehen?
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durch ihr Agieren den Mund- und Nasenraum entscheidend prägt und das Hormonsystem stimuliert?
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ein Werkzeug ist, das richtig bedient, ihnen hilft gesund zu bleiben aber falsch genutzt Krankheiten fördert?
Die Zunge prägt uns vom ersten Tag an. Beim Trinken an der Brust, drückt die Zunge gegen den Gaumen, gibt dem Kiefer Wachstumsimpulse und stimuliert unser Hormonsystem. Später dirigiert die Zunge das Kauen der Nahrung indem sie die Nahrung im Mund nach rechts und links befördert. Beidseitiges Kauen entsteht, sodass fasziale Züge gleichmäßig bis in die tiefen Eingeweide und bis in die Zehen für einen symetrischen Körperaufbau sorgen. Auch beim Schlucken gibt die Zunge die Impulse. Eine Zunge, die im oberen Gaumen verweilt, führt zur Nasenatmung. Diese aktiviert unsere parasympathisches System, das für Aufbau und Regeneration sorgt. Mundatmung hingegen aktiviert den Sympathikus. Wir finden wenig Ruhe und sind gestreßt.
Haben Sie Lust auf einen Test: Wie effizient ist Ihre Zungenfunktion?
Arbeitet Ihre Zunge optimal? Lesen Sie die Fragen durch und zählen sie die mit "ja" beantworteten Fragen: (1) Liegt ihre Zunge unten am Mundboden? (2) Haben Sie beim Aufwachen öfters einen trockenem Mund? (3) Schalten Sie bei moderatem Sport auf Mundatmung um? (4) Schnarchen Sie? (5) Haben Sie beim Schlafen Atemaussetzer? (6) Kauen, Beißen oder Knirschen Sie in der Nacht? (7) Wurden Ihnen die Weisheitszähne gezogen? (8) Waren Sie schon mal in kieferorthöpädischer Behandlung? (9) Hatten Sie mehr als zwei Mal in Ihrem Leben Mandel- oder Mittelohrentzündungen? (10) Wurden bei Ihnen Polypen entfernt? (11) Sind Sie anfällig für Infekte? (12) Haben häufig Nebenhöhlenentzündungen? (13) Haben Sie häufig Nacken- oder Rückenschmerzen? (14) Wurde bei ihnen Fibromyalgie – ein unerklärliches Schmerzsyndrom diagnostiziert? (15) Sehen sie auf ihre Zunge Abdrücke der Zähne? (16) Haben sie Sprachfehler? (17) Verschlucken Sie Sich häufig?
Wenn Sie mehr als zwei Mal die Fragen mit ja geantwortet haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihre Zunge nicht optimal arbeitet und Dysbalancen im Mund- und Nasenraum vorhanden sind, die auf Dauer zu gesundheitlichen Problemen führen können.
Warum korrekte Atemmuster, Schluckmuster und Kaumuster so wichtig sind
Aber nicht nur die Zunge wirkt in unseren Körper. Ebenso wirken Lippen, die Kau- und Schluckmuskulatur, der Nasenraum, sowie Zähne und Kiefer in den Körper hinein.
Es gibt ein osteopathisches Prinzip: Die Struktur folgt der Funktion: Trainiere ich bestimmte Strukturen, dann werden diese sich den Erfordernissen anpassen. Das weiß jeder Sportler: Ein Muskel wird nur wachsen, wenn man ihn trainiert. Trainiere ich Strukturen nicht, dann werden diese Strukturen an Masse verlieren und weniger leisten können. Einen massiven Muskelschwund haben vor allem diejenigen schon mal erlebt, die längere Zeit bettlägerig waren.
Der Mund- und Nasenraum ist hiervon nicht ausgenommen. Er wird von uns ständig über die Funktionen Atmen, Schlucken und Kauen trainiert. Pro Tag atmen wir 17.000 bis 23.000 mal, kauen ca. 2000 mal und schlucken ca. 700 mal pro Tag. Damit steht unser Mund- und Nasenraum unter einem dauerhaften Training.
Trainieren wir hier falsch, kann es zu funktionelle Dysbalancen im ganzen Körper kommen.
Aber was kann man denn bei so einfachen Funktionen, die wir seit der Geburt ausüben, falsch machen?
Hier einige Bespiele:
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Einseitiges Kauen: Kaue ich einseitig, werde ich eine Zungenseite und alle Gesichtsmuskeln der Kauseite stärken, die andere wird nicht gefordert, was zu einer Asymetrie der beiden Gesichtshälften führt. Der ästhetische Aspekt ist ärgerlich, aber nicht ausschlaggebend. Über die faszialen Beziehung des Mund- und Nasenraums in den ganzen Körper kommt es zu Dysbalancen bis tief in die Eingeweide und Fußspitzen. Nacken- und Rückenschmerzen stellen sich ein.
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Schluckmuster, bei denen die Zunge nicht in den Gaumen drückt, sondern gegen die Zähne bewirken, dass bei jedem Schlucken die Zähne nach außen gedrückt werden. Der Gaumen zu wenig Impulse. Bei Kindern fehlt dem Gaumen der notwenige Wachstumsimpuls, was in der Konsequenz zu einem kleinen, engen Kiefer führt. In dem engen Kiefer haben die 2. Zähne zu wenig Platz und müssen mit den Nachbarzähnen um einen Platz konkurieren. Es kommt zu Zahnfehlstellungen. Das schon fast "normale Ziehen von gesunden Weisheitszähnen" ist einer der Konsequenzen.
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Mundatmung statt Nasenatmung: Atme ich vermehrt durch den Mund, wird mein Nasenraum verkümmern aber die Rachenmandeln und Polypen wachsen, da sie vermehrt die Abwehrarbeit der Nase übernehmen. Physiologisch aktiviert die Mundatmung den Sympathikus, der Streßhormone herstellt und uns wach hält, damit wir den Anforderungen des Lebens gerecht werden können. Aber eigentlich sollten wir die meiste Zeit im parasympathischen Modus laufen. Gerade in der Nacht sollte unser Schlaf erholsam sein, und der Körper sich regenerieren. Mit Mundatmung wird das schwierig.
Leider haben viele falsche Muster erlernt, die mit großer Wahrscheinlichkeit zu strukturellen Problemen führen. Diese Muster sind als erlernte Reflexe sehr fest in unserem Gehirn verankert und schwer zu durchbrechen. Doch es muss nicht dabei bleiben. Die Dentosophie hat Antworten, wir diese Muster von Atmen, Schlucken und Kauen im Gehirn aufgebrochen und umprogrammiert werden können. Verändern wir unser "Training", verändern sich auch die die Strukturen, sodass Dysbalancen verschwinden können.
Was sind die Wirkprinzipien der Dentosophie?
Die Dentosophie setzt auf tägliche Übung mit einem Trainingsgerät, den sogenannten Balancer. Er kommt im Mund zum Einsatz und bewirkt eine korrekte Zungenlage, Lippenschluss und beidseitiges Kauen. Der Balancer wird gepaart mit einem täglichen 5 Minuten Training und soll eine Stunde am Tag und zusätzlich in der Nacht getragen werden. Dadurch findet ein Atem- und Kautraining im unbewußten Zustand statt, was letztendlich zu einer Reedukation der drei für den Mundraum wesentlichen Funktionen Atem-, Schlucken und Kauen führt.
Dentosophie wirkt vom Kleinkind bis ins hohe Lebensalter
Die Dentosophie kann bereits zur Schnullerentwöhnung eingesetzt werden, wenn klar wird, dass der Kiefer sich problematisch entwickelt. Bei Kindern kann man die größten Veränderungen bewirken, da die Kinder noch Wachstum sind, da alle Strukturen noch formbar sind.
Aber auch bei Erwachsenen kann die Dentosophie enorme gesundheitliche Verbesserungen bewirken.
Dentosophie bei Osteopathie & Naturheilkunde Roppelt - Was ist das besondere?
In meiner Praxis verbinde ich die Elemente der Dentosophie mit den Elementen der Osteopathie. So können noch gezielter und effektiver die Selbstheilungskräfte des Körpers genutzt werden und die Veränderungen im Körper unterstützt werden. Osteopathie und Dentosophie ist ein äußerst starkes Duo in Fragen der Gesundheit und Genesung.
Möchten Sie wissen, ob die Dentosophie für Ihre individuellen Beschwerden sinnvoll ist? Dann vereinbaren Sie über Doctolib einen Termin zur Vorabklärung. Dabei überprüfe ich, ob Ihr Körper auf die Dentosophie anspricht, bestimme einen passenden Balancer und nehme mir Zeit für Ihre Fragen. Sie erhalten außerdem einen klaren Kostenplan, damit Sie in Ruhe und gut informiert für oder gegen die Therapie entscheiden können.
FAQs zur Dentosophie
Wie lange dauert die Behandlung?
Bei Erwachsene wird zuerst eine Behandlungsdauer von 6 Monaten angesetzt, bei Kindern 12 Monate. Danach wird abhängig vom Fortschritt entschieden, ob eine Anschlussbehandlung sinnvoll oder notwendig ist.
Bei welchen Krankheiten kann Dentosophie die Heilung unterstützen?
Es ist noch nicht abschließend geklärt, bei welchen Störungen und Krankheiten die Dentosophie eingesetzt werden kann. Die Therapie wird heute bei folgenden Gesundheitsthemen eingesetzt:
🦷 1. Kiefer & Zähne
Schwerpunkt: Funktion & Entspannung
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CMD (Kiefergelenksbeschwerden)
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Zähneknirschen & Pressen
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Kieferfehlfunktionen
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Spannungen im Kiefer- und Gesichtsbereich
🧍♂️ 2. Haltung & Bewegungsapparat
Schwerpunkt: Statik & Balance
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Nacken- und Schulterschmerzen
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Rückenschmerzen
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Beckenschiefstand
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muskuläre Dysbalancen
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funktionelle Asymmetrien
🌬️ 3. Atmung & Schlaf
Schwerpunkt: Nasenatmung & Regeneration
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Mundatmung
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funktionelle Atemstörungen
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Schnarchen (begleitend)
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nicht erholsamer Schlaf
🧠 4. Kopf & Nervensystem
Schwerpunkt: Regulation & Spannung
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Spannungskopfschmerzen
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Migräne (begleitend)
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Schwindel (funktionell)
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Konzentrationsprobleme
🗣️ 5. Schlucken, Sprechen & Zunge
Schwerpunkt: orofaziale Funktionen
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falsches Schluckmuster
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Zungenfehlfunktionen
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Sprach- & Artikulationsstörungen
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Druck der Zunge auf Zähne
🌿 6. Stress & innere Balance
Schwerpunkt: vegetatives Nervensystem
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stressbedingte Muskelspannung
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innere Unruhe
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Erschöpfung
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psychosomatische Beschwerden
🧒 7. Kinder & Jugendliche
Schwerpunkt: Entwicklung & Prävention
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Mundatmung
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Kieferfehlentwicklungen
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Haltungsschwächen
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Konzentrationsprobleme
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begleitend zur KFO
🛡️ 8. Immunsystem & Regulation
Schwerpunkt: Entlastung & Selbstregulation
Dentosophie kann das Immunsystem nicht direkt „stärken“, aber indirekt regulierend wirken, z. B. über Atmung, Stressreduktion und Muskelbalance.
Mögliche Zusammenhänge bei:
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erhöhter Infektanfälligkeit
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chronischer Erschöpfung
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stressbedingter Immunschwäche
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häufigen Entzündungsreaktionen (funktionell)
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verlangsamter Regeneration
Wird die Dentosophie von den Krankenkassen übernommen?
Die Dentosophie ist in Deutschland ein noch junger, funktioneller Therapieansatz. Während sie in anderen europäischen Ländern bereits länger Anwendung findet, ist sie hierzulande noch nicht Teil der etablierten medizinischen Regelversorgung und wird daher von der klassischen Medizin bislang zurückhaltend beurteilt. Die Kosten werden deshalb von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen.
Haben Sie eine private Versicherung oder Zusatzversicherung, können die meisten Leistungen, die bei der Behandlung eingesetzt werden über den Heilpraktiker-Katalog abgerechnet werden. In welcher Höhe die Versicherung greift, ist abhängig von Ihrem Vertrag und von Versicherung zu Versicherung verschieden.
